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Zum 60jährigen Jubiläum des Sendestartes lud derTechnikverein Sender Wilsdruff e. V. zum Symposium ein. Der Saal im ehemaligen Kleinbahnhof Wilsdruff war mit wichtigen Persönlichkeiten, interessierten Besuchern und engagierten Vereinsmitgliedern bis zur letzten Reihe gefüllt.


Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden, Herrn Juhrig, folgte die Vorstellung der Personen im Präsidium und die Bekanntgabe des Tagesprogrammes. Im Vortragsprogrammteil begeisterte Hans-Joachim Böhme, der letzte Amtsleiter in Wilsdruff, mit Sachkenntnis und Detailreichtum.


Von den anwesenden VIPs ergriff nun der Bundestagsabgeordnete Herr Brähmig das Wort. Er würdigte das Engagement des Vereines und versicherte, dass er seinerseits das Vorhaben mit voller Unterstützung begleiten wird.


Danach ging Herr Dr. Schmeitzner auf ein spannendes Kapitel in der Sendergeschichte ein: In den Zeiten des Prager Frühling wurde von Wilsdruff aus "Radio Moldau" als Geheimsender verbreitet, der die moskautreuen Kräfte propagandistisch unterstützen sollte. Dieses Vorhaben geriet zum Misserfolg, nach einem halben Jahr wurde das Programm eingestellt.


Mit Spannung wurde der Vortrag von Dr. Streetz von Landesamt für Denkmalpflege erwartet. In seinem Vortrag wurde die Denkmalswürdigkeit des Gesamtkomplexes und herausragender Einzelstücke bestätigt und die Rechtslage verdeutlicht.


In der Mittagspause in den vom Wilsdruffer Bürgermeister Herr Rother bereitgestellten Räumlichkeiten, dem ehemaligen Kleinbahnhof, gab es die Ausstellung, Bilder und Filme, aber vor allem Gespräche.
Nach der Pause verglich Herr Lill vom radiomuseum.de die Mittelwelle mit DAB. Er unterstrich verschiedene Facetten, die die technischen Möglichkeiten und Perspektiven der Mittelwelle auch in der heutigen Zeit bieten könnte.


Danach gab es zuerst eine Podiums- dann eine Forumsdisskussion zwischen allen Teilnehmern. Neben vielem Lob für die bereits geleistete Vereinsarbeit gab es vorsichtige Ansätze für Zukunftsvarianten.
An dieser Stelle wurde besonders schmerzhaft deutlich, dass der Eigentümer des ehemaligen Funkamtes, Herr Rose, aus "Termingründen leider" nicht teilnehmen konnte. Alle Ideen, Vorschläge und in Aussicht gestellte Mittel bedingen die Abstimmung mit ihm.


Der gesamte Tag wurde übrigens von Herrn Garmhausen, langjähriger Radio-Moderator in Dresden, souverän und angenehm zurückhaltend moderiert.


Insgesamt war dieser Tag eine gelungene und weiterführende Veranstaltung zum Jubiläum. Programm und Rahmen beeindruckten die teilweise von weit angereisten Interessierten. Auch die Ausstellung überzeugte mit informativen Tafeln und Sammlerstücken zum Thema Radio. Eine Reihe von politischen Mandatsträgern und wissenschaftlicher Prominenz (Bergakademie Freiberg: Prof. Dr. phil. habil. Helmut Albrecht – Lehrstuhl Technikgeschichte und Industriearchäologie, HTW Dresden: Prof. Dr.-Ing Valentin Hammerschmidt – Fakultät Bauingenieurwesen / Architekt, Dipl.-Ing. Bettina Bruschke – Fakultät Geoinformation, Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V.: Prof. Dr. Wolfgang Wünschmann) gab den Beiträgen und Gesprächen Gewicht. So war die Veranstaltung DER Höhepunkt der bisherigen Vereinsarbeit.

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Die offizielle Pressemitteilung finden Sie hier.

Eine weitere informative Seite finden Sie hier --> http://www.radioeins.de/programm/sendungen/medienmagazin/radio_news/beitraege/2014/wilsdruff.htm

 

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Jürgen Juhrig Vereinsvorsitzender; im Präsidium: Dr. M. Streetz – Landesamt für Denkmalschutz; Hans-Joachim Böhme letzter Amtsleiter; Rolf Garmhausen – langjähriger Rundfunkmoderator; A. Marienfeld (Ltr. Heimatmuseum)

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Jürgen Juhrig, Vereinsvorsitzender

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Dr. M. Streetz – H-J. Böhme – Rolf Garmhausen – A. Marienfeldt

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Hans-Joachim Böhme, letzter Amtsleiter

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Klaus Brähmig, MdB

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Dr. Mike Schmeitzner wiss. Mitarbeiter Hanna-Ahrendt-Institut Dresden

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Dr. Michael Streetz, Landesamt f. Denkmalschutz

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Wolfgang Lill, Mitarbeiter bei www.radiomuseum.org

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